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Growth Hacking ist gefühlt oft kompliziert. Deswegen vergessen wir heute das ganze „drum herum“ und pressen die „Growth Hacking“-Frucht aus wie eine Zitrone. Was bleibt ist die Essenz: Ich zeige dir Maßnahmen, die dein Startup, kleines oder mittleres Unternehmen auf das nächste Level heben. Befolgst du diese 5 Punkte, hebst du dich bereits von der Masse ab. Und das ganz ohne „Facebook Marketing Guru“-Kurs.

1. First things first: Beginne!

Wie das Titelbild schon verrät: Ohne Start kein Ziel. Wir beschäftigen uns oft so sehr mit der Planung, dass wir die Umsetzung unnötig lange rausschieben und im schlimmsten Fall komplett vergessen. Angelehnt an Eric Ries‘ MVP „Minimal Viable Product„, das besagt, dass man mit dem kleinst möglichen Produkt erste Tests erlangen soll, und es so lange optimiert, bis es einen Market Fit erhält, habe ich das MVF „Minimum Viable Funnel“ erfunden. Dies besagt: Aufwendige Content-Strategien sind nicht mehr zeitgemäß: Erstelle deine Kampagne schnell, generiere Ergebnisse, und optimiere und skaliere sie später. Denn wer zu langsam arbeitet, wird überholt.

2. Seede dein Produkt!

Für jemand der wenig Budget hat, ist eine Frage ganz wichtig: Wo erreicht man Kunden kostenlos? Zunächst überlegen wir uns, ob du ein B2B- oder B2C-Produkt hast. Wenn es sich um B2B handelt, denk darüber nach, Blog-Beiträge zu schreiben und sie auf Marketing / Entrepreneur Subreddits (oder was auch immer in Ihre Nische passt), LinkedIn Gruppen, Twitter, Facebook Gruppen, Producthunt, etc. zu veröffentlichen. Wenn es sich um ein B2C-Produkt handelt, denk an Instagram, TikTok, Twitter usw. Kannst du Inhalte erstellen, die einen umhauen oder zumindest interessant sind? Wenn nicht, was wird benötigt, um diesen Twist zu kreieren?

3. Teste kleine Werbebudgets!

Führe ein paar Tests mit kleineren Werbebudgets durch: 5 EUR / Tag ist mehr als genug, wenn du weißt, wie die Ergebnisse zu interpretieren sind. Spring auf YouTube, um ein bisschen mehr herauszufinden. Wenn du das Glück hast, positive ROAS (return of ad spend -> mehr kommt rein, als raus geht) auf Facebook / Google zu generieren: cool! Das könnte bedeuten, dass du vielleicht schon bald skalieren kannst oder einen Investor finden solltest, der dir dabei hilft. Investoren stehen auf positive RoIs.

4. Automatisiere repetitive Aufgaben und fokussiere dich auf das Neue!

Wenn du überhaupt kein Budget hast, musst du kreativ werden. Meine Lösung: Automatisierung! Kannst du einige Schritte deiner Publishing-Kette automatisieren? Ich bin Co-Founder von ELOOP, einem E-Carsharing für Wien. Unser Ziel war es möglichst kostenschonend Traffic auf unsere Webseite zu bringen. Dafür habe ich folgenden Semi-Automatisierten Ablauf erstellt:
1. Ich habe ich einen FeedlyNewsfeed eingerichtet, der kostenlos das Web nach passenden Nachrichten durchsucht. In unserem Fall waren das Nachrichten rundum das Thema Elektromobilität

2. Die von mir mit Artikel markierten Nachrichten wurden via Zapier Workflow automatisch in einem Google Sheet gespeichert.

3. Alles was in diesem Sheet gespeichert war, wurde bei einem Tool namens Snip.ly hochgeladen. Diese Software hat dafür gesorgt, dass auf den Artikeln ein Popup mit Link zu unserer Webseite erscheint.

4. Im Anschluss wurde der nun von uns gebrandete Content auf LinkedIn veröffentlicht.

Das Ergebnis hat gleich zwei Vorteile: Zum einen befüllt man LinkedIn mit relevanten Content und stärkt so seine persönliche Brand. Zum anderen erhält man kostenlosen Traffic durch seine platzierte Notification. 

5. Lass den Traffic kommen: Teste Inbound-Marketing!

Eine andere Methode, ist das von Hubspot propagierte Inbound-Marketing. Im Großen und Ganzen funktioniert es so: Erstelle einen Blogpost, der rockt und die Leute kommen von selbst. Zumindest in der Theorie! Nur geilen Content zu erstellen bringt meiner Meinung nach aber leider noch nicht die Welt. Also warum da schon aufhören, wenn man noch so viele Möglichkeiten hat? Schicke deinen (hoffentlich mindblowenden) Blogartikel an jede Newswebseite oder Portal, die zu deinem Produkt oder Themenfeld passt! Kannst du das Netzwerk deiner Freunde aktivieren, um das Wort auf die Straße zu bringen? Hat jemand, den du kennst, einen Blog, auf dem du einen Gastbeitrag verfassen kannst? Qualitativ hochwertige Backlinks erhöhen dein Ranking in Suchmaschinen, was für jemanden mit sehr geringem Budget pures Gold wert ist. Auch wenn du nicht die Zeit hast, mehr über SEO zu lernen, wirf einen Blick auf den Google-Keyword-Planer. Finde heraus, nach welchen Begriffen in deinem Produkt-Marken-Startup-Universum stark gesucht wird, und sprenkel ein paar dieser Keywords über deinen Blog-Artikel! Dies hilft, den organischen Verkehr zu erhöhen.

6. Denk um die Ecke!

Besteht die Möglichkeit, eine künstliche Nachfrage zu schaffen, indem man eine Warteliste einrichtet, und die Leute werden auf der Liste nach oben rücken, indem sie ihre Freunde einladen? Ist es möglich, eine Plattform zu nutzen, die bereits da draußen ist, wie es Airbnb mit Craigslist getan hat? Und wenn wir schon dabei sind: Schau dir andere Unternehmen, die deinem ähnlich sind, genauer an. Was haben sie getan, um erfolgreich zu werden? Welcher Teil ihrer Strategie ist auf deine anwendbar? Hilfreiche Tools hierfür sind z.B. semrush oder die eingebauten Transparcy-Tools der Sozialen Netzwerke, z.B. Facebook.

Mit diesen ersten Schritten steht noch keine fertige Marketing-Strategie, aber bei erfolgreicher Implementierung bist du dem Erfolg einen Schritt näher, das ist fix. Hast du Fragen, oder Anregungen? Melde dich bei mir! Ich schau mir dein Produkt und Marketingfunnel gerne an.