How the F*ck?: Arbeiten in Sprints [und warum es so genial ist] 1

Bei Sprints handelt es sich um eine Iteration, also einen Prozess der sich durch mehrfaches Wiederholen von ähnlichen Handlungen an sein Ziel annähert. Dabei bleiben die Wiederholungen immer von gleichbleibender Dauer und laufen nach gleichen Arbeitsschritten ab.

Das Konzept der Sprints kommt aus der Scrum Arbeitsweise, die wiederum ihren Ursprung in der Softwareentwicklung hat.

Was diese Arbeitsweise für Vorteile hat und warum Du sie definitiv ausprobieren solltest, auch wenn du nicht in der Softwareentwicklung arbeitest, erkläre ich dir hier.

 

Rollenverteilung in Sprints

Jedes Scrum Team besteht aus 3 verschiedenen Rollen.

  • Product Owner
  • Scrum Master
  • Scrum Team

Product Owner sind zuständig für die Produktvision und den Product Backlog, ein Dokument in dem alle Bestandteile des fertigen Produkts aufgelistet sind. Zusätzlich überwachen sie Fortschritte und kommunizieren Arbeitspakete mit dem Scrum Team.

Scrum Master überwachen die Arbeitsweise, berufen Meetings ein und unterstützen das Team bei der Lösung von Problemen

Das Scrum Team besteht aus allen notwendigen Fachkräften, um das fertige Produkt herzustellen. Je nach Aufgabe können auch projektexterne Personen dazu geholt werden.

Arbeitsabläufe in Sprints

Jeder Sprint beginnt mit dem Sprint Planning, der Planungsphase in der das Sprint-Ziel festgelegt und definiert wird. Das Endergebnis sollte immer ein fertiges auslieferbares Produkt oder Teilprodukt sein. Der genaue Umfang wird im Product Backlog eingetragen und auf einzelne Sprints (Sprint Backlogs) verteilt.

Die Timebox der Sprints ist die festgelegte Dauer eines vollständigen Ablaufs. Diese beträgt meistens eine Dauer von zwei Wochen, kann aber je nach Aufgabe und Arbeitsumfang variieren. 

Zu Beginn jedes Arbeitstages trifft sich das Team zum Daily Scrum und bespricht abgeschlossene und bevorstehende Aufgaben, sowie angefallene Probleme. 

Am Ende eines Sprint Ablaufs wird das Sprint Review durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine kurze Präsentation für die wichtigsten Stakeholder des Projekts, die auch stellvertretend an den Product Owner gerichtet sein kann.

Nach dem Review folgt noch die Retrospektive in der das Team den abgeschlossenen Sprint reflektiert und versucht Fehler in der Arbeitsweise auszubessern. 

Ein neuer Sprint beginnt unmittelbar nach dem Abschluss des vorherigen und sorgt so für einen nahtlosen Übergang.

 

Diese Vorteile kannst du vom Arbeiten in Sprints erwarten:

 

  • Sprints eignen sich vor allem für komplexe Projekte, deren Umsetzung flexibel genug sein muss, um neue Erkenntnisse während der Fertigstellung direkt in das Produkt mit einzuarbeiten. Auch wird dadurch das abfedern von Fehlern leichter gemacht und es können große Projekte schrittweise wieder auf den richtigen Weg zurückgeführt werden.
  • Das nachvollziehen und reproduzieren von geleisteten Erfolgen wird durch laufende Dokumentation und kurz gehaltenen Arbeitsabläufen einfacher, da die einzelnen Schritte jederzeit angepasst und wiederholt werden können.
  • Sprints helfen dabei abstrakte Ziele zu konkretisieren und praktisch umsetzbar zu machen. Durch die Unterteilung von großen Zielen in mehrere kleine Arbeitsschritte wird ein unübersichtliches Projekt zu einer messbaren Abfolge von Bausteinen, die am Ende zusammengefügt werden können.
  • Die Arbeit in Sprints kann auch dabei helfen Prioritäten schnell zu treffen und den Fokus nicht aus den Augen zu verlieren. Falls dies doch passiert kann der Scrum Master eingreifen und das Team zurück auf den richtigen Weg führen.

Tipps und Tricks für Sprints!

  • Sorge für eine vollständige und einheitliche Dokumentation der Ergebnisse. Man kann nur aus Fehlern lernen, wenn diese auch genau dokumentiert werden. Genauso sollte auch das Backlog immer auf dem aktuellen Stand der Dinge sein, damit jedes Teammitglied weiß, welche Arbeitsschritte als nächstes folgen.
  • Überschätze nicht die Arbeitsgeschwindigkeit deines Teams. Verzichte auf Aufgaben die nicht innerhalb eines Sprints erledigt werden können und unterteile sie in Zwischenschritte.
  • Arbeite mit deinem Team auf einer Ebene und achte auf anfallende Bedenken seitens der Mitglieder*innen. 
  • Lerne aus deinen Erkenntnissen! Jeder Sprint ist im Grunde ein selbstständiges Experiment, dass durchgeführt werden muss und entweder mit Erfolg oder Misserfolg endet. Um in Zukunft anfallende Misserfolge auf ein Minimum zu reduzieren ist es essentiell die Learnings aus vergangenen Sprints mitzunehmen und auch umzusetzen.
Elias Önder

Elias Önder

Founder, Senior Digital Marketer

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